Aus den Verwaltungen der Region
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(bigi) Die Bezeichnung „Burggemeinde“ gehört schon seit Jahren zur Gemeinde Brüggen. Nach langen Verhandlungen darf sie sich nun auch als Eigentümer der Burg Brüggen bezeichnen.
Den genauen Betrag, den die Gemeinde Brüggen für die Burg an die Erben des 2013 verstorbenen Burgherrn Hans-Willi Stroetges gezahlt hat, möchte Bürgermeister Frank Gellen nicht genau beziffern. Man habe jedoch den von den beiden Erben-Schwestern gewünschten Betrag deutlich herunterhandeln können. Bereits seit Jahren kamen immer wieder aus dem Rat der Gemeinde Brüggen Fragen auf, ob man die Burg Brüggen nicht besser kaufen sollte. Denn seit dem 26. November 1974 hat die Gemeinde den „Pallas und Bergfried“ gepachtet. Seit knapp zehn Jahren versuchte die Gemeinde Brüggen, die Burg zu kaufen. Die Verhandlungen verliefen schleppend. Gellen spricht von vielen Verhandlungsrunden mit diversen gutachterlichen Wertansätzen, nach denen bei einer emotionalen Vertragsunterzeichnung endlich eine für alle Seiten gute Einigung erzielt werden konnte. Seit 1934 war die im 13. Jahrhundert durch die Grafen von Kessel gebaute Wasserburg im Besitz der Familie Stroetges.
„Zum 31. Dezember 2024 wäre der aktuelle Pachtvertrag ausgelaufen und zum Ende Juni hätte die Gemeinde erklären müssen, ob wir die Burg für weitere fünf Jahre pachten werden“, beschreibt Fachbereichsleiter Dieter Dresen. „Irgendwann kamen wir in die Entscheidung, was denn gemacht werden soll. Der politische Wille war so nicht mehr vorhanden, weiter in ein privates Gebäude zu investieren. Wir hätten nicht verhindern können, dass etwa ein Privatmann die Burg kauft und für die Öffentlichkeit abschottet“, begründet Bürgermeister Frank Gellen den Wunsch nach einem Kauf der Burg Brüggen. Bisher hat die Gemeinde etwa die Heizung komplett erneuert, die jetzt aber laut Dieter Dresen wieder Probleme bereite. Das Dach wurde erneuert, ein Aufzug eingebaut, für den vorgeschriebenen Brandschutz wurde gesorgt. „Wir stehen aber auch weiterhin vor großen Herausforderungen, die gestemmt werden müssen“, so Dresen. Etwa sei der Aufzug bereits 30 Jahre alt. Der Pachtvertrag war so angelegt, dass die Gemeinde die Burg hätte weiter unterhalten müssen. „Das hätte uns neben der Pacht dann auch die anstehenden Reparaturen gekostet, die Instandhaltung und den Unterhalt. Das war über die Zeit ungesund“, teilt Dresen mit und ergänzt: „Das werden unsere Nachfolger erfahren, ob das nun ein kluger Schritt war.“ Letztendlich blieb der Gemeinde kaum etwas anderes übrig, denn die Burg ist das Aushängeschild der Gemeinde Brüggen und zieht Jahr für Jahr Touristen in die kleine Kommune. „Ich bin sehr froh, dass wir die Burg jetzt kaufen konnten“, betont Gellen.
Momentan beherbergt die Burg neben dem Kultursaal für Trauungen und Events unter anderem auch die Touristinfo und das Museum Mensch und Jagd. Für letzteres entfiel 2015 die Förderung aus Mitteln der Landesjagdabgabe. Immer wieder war seitdem im Gespräch, was denn mit dem Museum passieren soll. Die Besucherzahlen gingen in den letzten Jahren mehr und mehr zurück. Zuletzt wurde im Februar 2024 im Ausschuss für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur angeregt, darum das Museum zu schließen.
Vor drei Jahren wurde das Integrierte Handlungskonzept entwickelt, 2021 wurden dazu Fördermittel beantragt. Zu diesem Konzept gehört auch die städtebauliche Aufwertung des Burgumfeldes und der Burg. Die Kasematten wurden bereits ertüchtigt und für die Öffentlichkeit im Rahmen von Führungen begehbar gemacht. Zum Umfeld gehören auch der Bouleplatz und der Mehrgenerationenspielplatz hinter dem Wall. „Die Förderregularien haben sich jedoch geändert und wurden straffer gemacht, um mehr Verbindlichkeit für die Kommunen zu schaffen“, sagt Dieter Dresen. Der Erwerb der Burg gehörte nun zu einer von zwölf für eine Förderung priorisierten Maßnahmen. Täglich wird nun der Förderbescheid erwartet, mit dem die Burggemeinde eine bis zu 60-prozentige Förderung des vom Gutachterausschuss für die Burg ermittelten Wertes erhalten könnte.
Noch ganz am Anfang stehe man mit den Überlegungen, was mit der Burgwiese passiert, wie das Außengelände der Burg gestaltet werden soll und welche Räume in der Burg wofür genutzt werden können. „Es soll in den Räumen etwas Multifunktionales für die Gemeinde geschaffen werden“, so Bürgermeister Frank Gellen. Ein erster Workshop mit Teilnehmern aus Politik und Verwaltung hat bereits stattgefunden. „Diese Ideensammlung müssen wir jetzt mit Leben füllen“, sagt Dieter Dresen.
Foto: Birgit Sroka
Niederkrüchten. Knapp 1,2 Millionen reine Elektroautos sind derzeit in Deutschland zugelassen. Sie tragen maßgeblich dazu bei, klimaschädliche Emissionen im Verkehr zu verringern und so dem Klimawandel nachhaltig entgegenzuwirken. Staatliche Förderungen machen die Anschaffung eines Elektroautos attraktiv, während immer höhere Reichweiten dazu führen, dass E-Autos auch auf dem Land für viele eine Alternative zum PKW mit Verbrennungsmotor darstellen. Mit der wachsenden Anzahl Elektroautos auf den Straßen steigt auch der Bedarf an einer möglichst flächendeckenden Ladeinfrastruktur.
Wer über einen eigenen Stellplatz verfügt, der lädt gerne bequem zuhause und ist so weitestgehend unabhängig von öffentlichen Lademöglichkeiten. In Kombination mit einer Photovoltaikanlage kann das Elektroauto gar zu einem großen Teil CO2-neutral geladen werden. Für das Laden auf dem eigenen Grundstück wird eine sogenannte Wallbox benötigt. Sie dient als Anschlussmöglichkeit für das Fahrzeug ans Stromnetz, steuert den Ladevorgang und bietet oft weitere Funktionen für intelligentes Laden. Nachdem die Gemeinde Niederkrüchten in den vergangenen Monaten unter anderem die Anschaffung und Installation von Photovoltaikanlagen und Balkonkraftwerken finanziell unterstützt hat, steht nun das nächste kommunale Förderprogramm für die Bürger in Niederkrüchten in den Startlöchern. “Ab dem 27. November fördern wir die Anschaffung und Installation von privat betriebenen Wallboxen für E-Autos mit 400 Euro pro Wohngrundstück“, kündigt Niederkrüchtens Klimaschutzmanagerin Lea Korall das neue Förderprogramm an.
Konkret wird die Errichtung und Installation neuer Wallboxen mit einer Leistung von bis zu 22 kW an Wohnhäusern oder denen zuzuordnenden Gebäuden gefördert. Die Wallbox muss von einem Fachbetrieb installiert werden. Antragsberechtigt sind Eigentümern von Wohngrundstücken im Gemeindegebiet. Pro Grundstück kann eine Wallbox gefördert werden. Die Beantragung der finanziellen Unterstützung muss wie bei den vorangegangenen Förderprogrammen vor dem Kauf und der Installation erfolgen. Alle weiteren Informationen zur Förderung sind ab sofort auf www.niederkruechten.de im Bereich „Leben in Niederkrüchten“ (Stichwort „Klimaschutz“) zu finden. Auch die Beantragung erfolgt online.
Bürgermeister Karl-Heinz Wassong ordnet das neue Förderprogramm ein: „Im Rahmen des Integrierten Klimaschutzkonzeptes bieten wir mittlerweile das vierte Förderprogramm an. Zusammen mit den Angeboten des Kreises Viersen schaffen wir es so, den Zugang zu Maßnahmen zu erleichtern, die dem Klimaschutz vor Ort dienen. Da der Bereich Verkehr hierbei eine der großen Stellschrauben darstellt, ist die Förderung von Wallboxen eine logische Konsequenz unserer bisherigen Bemühungen.“ Zunächst sind 15.000 Euro für die Förderung von Wallboxen vorgesehen.
Bildzeile: Klimaschutzmanagerin Lea Korall stellt das neue Förderprogramm der Gemeinde Niederkrüchten vor
Niederkrüchten. Seit dem 1. Mai ist das Deutschlandticket bundesweit verfügbar. Für 49 Euro im Monat berechtigt es zur Nutzung aller öffentlichen Nahverkehrsmittel in Deutschland. Viele Schüler aus Niederkrüchten hingegen nutzen für ihren Weg zur Schule bisher das sogenannte „Schokoticket“. Für sie schafft die Gemeinde Niederkrüchten nun ein besonders attraktives Angebot. Denn das Deutschlandticket löst bei ihnen ab dem 1. August das Schokoticket ab.
Für Schüler, die einen Anspruch auf Fahrkostenübernahme haben, bleibt bei diesem Wechsel preislich alles beim Alten. Die vergünstigten Kosten des Schokotickets gelten für sie auch für das Deutschlandticket.
Selbstzahler hingegen bezahlen im kommenden Schuljahr für das erste und zweite Kind nur noch 29 Euro im Monat anstatt der bisherigen 39,40 Euro. Wer bereits einen Vertrag über das Schokoticket für das Schuljahr 2023/24 abgeschlossen hat, erhält ab dem 1. August automatisch das günstigere Deutschlandticket.
„Gerade im ländlichen Raum ist der ÖPNV für viele Schülerinnen und Schüler enorm wichtig. Die Möglichkeit, diesen nun günstiger zu nutzen, ist das richtige Zeichen – auch vor dem Hintergrund der Mobilitätswende“, so Bürgermeister Karl-Heinz Wassong. Denn wie schon das Schokoticket kann das Deutschlandticket neben den Fahrten zur Schule auch für Fahrten in der Freizeit genutzt werden – und das deutschlandweit. Die Änderung gilt zunächst für das Schuljahr 2023/24.
Auf Antrag einer Brüggener Bürgerin und mit Beschluss des Rates der Burggemeinde Brüggen wurden in Brüggen erstmals sechs „Stolpersteine“ verlegt werden. Sie erinnern an die Schicksale der jüdischen Familie Wolff – Hochstraße 9 - und an die Familie Braun - Klosterstraße 78.
Kreis Viersen und Kommunen sorgen für den Fall einer Gasmangel-Notlage und eines Stromausfalls vor
Kreis Viersen. Der Kreis Viersen und seine kreisangehörigen Städte und Gemeinden bereiten sich derzeit auf mögliche Gasmangel-Notlagen und Stromausfälle vor. Die Verwaltungen und Feuerwehren haben bei der jüngsten Zusammenkunft wichtige Eckpunkte festgelegt.
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